Ignaz Lozo verbreitet im ZDF heute-journal eine neue Lüge über die Krim

Fake News? Postfaktisch? Kritische und auf­merk­same Medien­kon­su­menten wissen längt, dass sie in ARD und ZDF täglich belogen und insbesondere mit Blick auf Russland aufgehetzt und mit Propaganda überschüttet werden. Es gibt tatsächlich kaum einen Beitrag, der ohne Diffamierungen, Realitäts- oder Geschichtsklitterung und Unterdrückung unbequemer Fakten daherkommt.

1991_crimean_referendum_ballot

Ein neues Beispiel für unverschämte Lüge und Geschichtsfälschung lieferte gestern das ZDF heute-journal, wo Ignaz Lozo den Zuschauern weismachen wollte, die Bürger der Krim hätten nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 in einem Referendum für den Verbleib in der Ukraine gestimmt.

ZDF 08.12.2016 heute-journal

zdf_09122016_hj_krimIgnaz Lozo: „… Das Treffen der Präsidenten Weißrusslands, Russlands und der Ukraine Im Dezember 1991 findet an diesem streng abgeschirmten Ort statt. Hier besiegeln sie den Untergang der Weltmacht Sowjetunion. Im Foyer der Residenz unterschreiben Leonid Krawtschuk für die Ukraine, Stanislav Schuschkewitsch für Weißrussland und Boris Jelzin für Russland. Sie beenden auch eine teils Jahrhunderte alte russische Vorherrschaft über andere Völker. Was für ein Moment!…

Schon damals versuchte Russland die Krim zu bekommen. Doch die Bürger dort hatten sich zuvor in einem Referendum mehrheitlich für die Ukraine entschieden…

Das ist eine freche Lüge und politisch motivierter Geschichtsrevisionismus, der die deutsche Öffentlichkeit einmal mehr für dumm verkaufen und subtil das Referendum der Krim-Bürger von 2014 zugunsten Russlands infrage stellen soll.

Was der Geschichtsfälscher Lozo hier anspricht, ist das Souveränitäts-Referendum der Krim aus dem Januar 1991. Damals wurden die Bürger überhaupt nicht gefragt, ob sie weiter zur Ukraine gehören wollten – was Chruschtschow 1954 in einem Ukas über ihre Köpfe hinweg angeordnet hatte – sondern sie wurden gefragt, ob sie die „Wiederbegründung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Krim (ASSK) als Subjekt der UdSSR und Teilnehmer des Unionsvertrages“ unterstützten. Dem hatten 94% der Teilnehmer an diesem Referendum zugestimmt.

Der Oberste Sowjet der Ukraine bestätigte in einer Entscheidung am 12. Februar 1991 die Gründung einer ASSK, verkündete dabei aber die „Wiederbegründung der ASSK im Bestand der Ukrainischen SSR“. Ein Konstrukt ASSK hatte jedoch zuvor nie innerhalb einer Ukrainischen SSR existiert, so dass die Entscheidung juristisch fehlerhaft war. Man nahm es jedoch so am 6. Juni 1991 in die Verfassung der ASSK auf und machte es so rechtsgültig. (wikipedia)

Tatsächlich wehrten sich schon damals viele Krim-Bewohner gegen die Zugehörigkeit zur Ukraine, wie man sogar in der deutschen wikipedia nachlesen kann.

Die Ukrainische SSR selbst erklärte sich dann am 24. August 1991 in den bestehenden Grenzen, also einschließlich der Krim, für unabhängig. Beim folgenden Referendum über die staatliche Unabhängigkeit der Ukraine im Dezember 1991 stimmten 54 Prozent der Wähler in der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Krim mit „Ja“. Anfangs konnte Kiew die Herrschaft über die Krim nur mühsam durchsetzen. Lediglich mit erheblichem politischem Druck konnte ein Referendum über die Unabhängigkeit der Krim verhindert werden. Als Kompromiss wurde 1992 das Gebiet zur Autonomen Republik Krim innerhalb des ukrainischen Staates erklärt. (wikipedia)

Dank an Heideltal für den Hinweis an den Propaganda-Melder!pm90

https://propagandaschau.wordpress.com/2016/12/09/ignaz-lozo-verbreitet-im-zdf-heute-journal-eine-neue-luege-ueber-die-krim/

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