Rothenstein bei Jena: In diesem Luxusbunker können Eliten den Dritten Weltkrieg überleben

Die kalifornische Firma Vivos plant im thüringischen Rothenstein bei Jena einen Bunker. Und zwar den größten, sichersten und gleichzeitig luxuriösesten der Welt. Überhaupt wird hier viel mit Superlativen hantiert. Wer viel Paranoia und noch mehr Geld hat, reserviert sich jetzt schon einen Platz im „Europa One“.

Und wenn wir uns die Innenausstattung von dem Ding so anschauen, können wir den Reiz gleich viel besser verstehen. Hier ließe sich das ein oder andere Armageddon schon aushalten. Gleich neben dem malerischen Städtchen Rothenstein, tief unter dem Kalksteingebirge…… liegt der größte unterirdische Schutzbunker der Welt. Fast 31 Hektar groß, und nur mit dem Hubschrauber zu erreichen.

Dicke Stahltore und lange Schutzgänge sichern das Innere des Bunkers. Es soll Atombomben, direkten Flugzeugabstürzen, biologischen und chemischen Angriffen, Erdbeben und bewaffneten Attacken jeder anderen Art standhalten können.

Das zusammenhängende Tunnelnetzwerk ist insgesamt fünf Kilometer lang. Das System enthält zwei Belüftungsanlagen sowie eine eigenständige Wasser- und Stromversorgung und ist damit vollkommen unabhängig von der Außenwelt.
Im Rothensteiner Bunker können ganze Züge verschwinden. Schienen sind bereits vorhanden.
Von außen ist der Bunker jetzt schon ähnlich gut bewacht wie ein Hochsicherheitsgefängnis. Unbefugten ist das Betreten untersagt.
Aber von außen sieht der Bunker namens „Europa One“ auch eher schäbig aus — ganz im Gegensatz zum modernen, hochentwickelten Innendesign.
Bewohner sollen es hier schließlich sehr lange aushalten. So gibt es unter anderem eine eigene Kapelle…
… einen Pool mit Fensterfront und Ausblick…
… und eine eigene Bar.

Auch die Wohneinheiten können sich sehen lassen. Individuelle Suiten kosten rund fünf Millionen Dollar und werden an die Wünsche der Kunden angepasst. Sind die Wohnungen einmal fertig, werden sie abgeschlossen. Nur die Familie und das eigene Personal haben dann noch Zugang. Jede Familie bekommt ihr eigenes Areal, mit 230 Quadratmetern Platz und je nach Wunsch mit eigenem Pool, Fitnessbereich, Küchen, Schlafzimmern und luxuriösen Badezimmern.

Standard-Wohneinheit im „Europa One“.

In Sachen Innenausstattung, Mobiliar und Design kann sich der Bunker mit jeder Luxus-Yacht messen. Insgesamt enthält der Bunker über 5.500 Quadratmeter an geschützten Wohnräumen sowie nochmal ca. 1.200 Quadratmeter an überirdischen Wohnungen, Büros und Warenlagern, die nur Mitglieder betreten dürfen.

Vicinos Pläne für seine pompöse Unterwelt und Nachwelt

Weniger Kilometer südlich von Jena, unter dem 1000 Einwohner zählenden malerischen Rothenstein, befindet sich bereits eine unterirdische Industrieanlage, die während des Zweiten Weltkriegs angelegt wurde. Die DDR lagerte in dem Komplex, der ungefähr so groß ist wie 43 Fußballfelder (knapp 31 Hektar), Munition für den Ernstfall.

Auch an einen Fortbestand allen Lebens auf der Erde wurde gedacht. Wie in einem Science-Fiction-Film wird eine Gen-Datenbank aufgebaut, mit deren Hilfe Pflanzen, Tiere und Menschen rekonstruiert werden können. Wenn alles vorbei ist. Beziehungsweise wenn wieder Luft zum Atmen und Wasser zum Trinken da sein sollte.

Damit im Ernstfall alles ganz schnell geht und die Bewohner auch sicher in ihren Bunker gelangen, soll ein Hubschrauber-Service bereitstehen. Sind alle angekommen, kann die ganze Anlage luftdicht verschlossen werden. Es gibt unterirdische Brunnen und ein Heizkraftwerk. Man braucht die Festung also nie wieder zu verlassen.

Vicino wirbt damit, dass sein Bunker allen möglichen Untergangsszenarien standhalten kann. Sicherheit sei selbst bei Atomangriffen, Flugzeugabstürzen, biologischen und chemischen Waffen, Schockwellen, Erdbeben, Tsunamis oder elektromagnetische Impulsen garantiert.

Verwirklichung des „Vivos Europa One“-Projektes noch unwahrscheinlich

Ob das Bauprojekt von Vicino verwirklicht werden kann ist laut Jörg Heitmann eher unwahrscheinlich. Heitmann ist Chef der Terraspace GmbH und seit 2004 Eigentümer der Bunkeranlage. Der Ostthüringen Zeitung sagte Heitmann, dass Vicino den Bunker in Rothenstein in 2010 besichtigte. „Die Fotos, auf denen er im Bunker zu sehen ist, sind echt“, so Heitmann. „Ich habe ihm gesagt, er könne den Berg kaufen, wenn er wolle.“

Die Bunker in unterirdische Luxuswohnungen umzubauen wird jedoch schwierig werden. Schon das Thema Brandschutz sei nach den deutschen Bauvorschriften für so ein Vorhaben ein quasi unlösbares Problem, meint Heitmann zur Ostthüringen Zeitung und fügt hinzu: „Ich stelle mir da gerade vor, wie Robert Vicino im Eisenberger Landratsamt bei der Baubehörde vorspricht und die Auflage bekommt, dass das Objekt im Katastrophenfall aus brandschutztechnischen Gründen nicht betreten werden darf.“

Silvia Voigt, Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal in Kahla, sagte der Zeitung, dass es aktuell keine Bauvoranfrage geben würde. Es habe schon viele Ideen gegeben, was man mit dem verlassenen Militärbunker machen könne, aber so eine noch nicht.

Wünsche lässt der Bunker dennoch keine offen. Ein paar Fragen darüber, ob es sinnvoll ist, hierfür Geld auszugeben, dagegen schon. Aber wer schon drei Häuser und eine Yacht hat, kauft vielleicht sein nächstes Zuhause lieber unter der Erde. Denn auch, wenn der Weltuntergang unwahrscheinlich ist: Europa One wird es auch dann noch geben, wenn rundherum nichts mehr steht – aber nur vielleicht.

http://www.anonymousnews.ru/2017/04/10/rothenstein-bei-jena-in-diesem-luxusbunker-koennen-eliten-den-dritten-weltkrieg-ueberleben/

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Eine Antwort zu Rothenstein bei Jena: In diesem Luxusbunker können Eliten den Dritten Weltkrieg überleben

  1. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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