Gib mir 5 Min für: Ein privates Geldsystem

Alle benutzen es, doch die wenigsten wissen wo es herkommt. Die Rede ist von Geld. Durch nichts mehr gedeckt, wertlos und zur Religion geworden treibt es den ein oder Anderen in den Wahnsinn.

Der letzte der sich aus dieser Fessel versucht hat zu befreien, wurde am 22.11. auf dem 33. Breitengrad vor den Augen der Weltöffentlichkeit hingerichtet. (J.F.K.)

Mit diesem Video gehe ich auf ein paar Kommentare meiner Videos aus der ersten Reihe „Verschwörungsbeobachtungen“ ein, in der es hieß, dass keiner versteht wie die Protagonisten das Geldsystem erklärt hätten.

Es ist der Urschleim, Die Adam und Eva Theorie der Verschwörungen. Wer das Geldsystem verstanden hat, hat schon 30-50 % von allem verstanden, was es hier zu verstehen gibt.

Eigentlich ist es nur für die gedacht, die nicht wissen um was es geht, denn 87,6 % der Zuschauer hier, werden schon das Grundthema begriffen haben.

Höllensturm – Die Vernichtung Deutschlands (1944-1947)

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte, die die “Sieger” immer noch leugnen und geheim halten, denn Sie fürchten sich davor, dass die Welt die Wahrheit erfährt.

Der Dokumentar-Film ”Hellstorm”, nach dem gleichnamigen Buch des US-Amerikaners Thomas Goodrich, befasst sich mit jenem Teil der Weltgeschichte, der die vermutlich größten Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs, wenn nicht der gesamten Menschheitsgeschichte umfasst.

Hier wird nicht versucht Gräuel gegeneinander aufzurechnen, es werden keine Holocaust-Berichte revisionistisch in Zweifel gezogen, sondern es wird über jenen Teil der Geschichte des Zweiten Weltkriegs berichtet, der in den heutigen Geschichtsbüchern, im Westen wie im Osten, geflissentlich ausgeklammert wird.

Wie man mit Brandbomben einen Feuersturm entfacht, hatten die US-Amerikaner ab 1943 in Dugway südwestlich von Salt Lake City im extra für diesen Zweck errichteten ”German Village” geübt. (Quelle) Gegen Ende des Krieges wurden mit diesen Erkenntnissen reihenweise deutsche Städte, die meisten davon weitestgehend wehrlos und unverteidigt, in präzise unter Missachtung aller geltenden Kriegsregeln durchgeplanten und durchgeführten Luftangriffswellen der Alliierten in Schutt und Asche gelegt. Zivile Opfer waren nicht – wie heute gerne so genannt – ‘Kollateralschäden’, sondern das explizite Ziel der Terror-Bombardements. Hamburg, München, Nürnberg, Dresden, die Reihe der Städte ließe sich sehr weit fortsetzen.

Ziel der in den deutschen Großstädten entfachten Feuerstürme, und der damit einhergehenden Zerstörung und der Millionen Toten Zivilisten, war die Demoralisierung der Bevölkerung, in der Hoffnung, sie würde sich gegen die Führung des Reiches stellen. Wider Erwarten geschah bei der überwiegenden Mehrheit jedoch das Gegenteil, insbesondere nachdem die Gräueltaten der vorrückenden roten Armee an der Ostfront bekannt wurden.

Doch auch die West-Alliierten standen den Russen kaum nach. Vergewaltigungen, Raub, Mord und Plünderungen waren in den eingenommenen deutschen Gebieten an beiden Fronten an der Tagesordnung. Und die Eroberung durch die Alliierten Truppen war erst der Anfang des Grauens, sollten doch in Zeiten des ”Friedens” mehr deutsche Soldaten ihr Leben in der Kriegsgefangenschaft verlieren, als in den 6 Jahren des Zweiten Weltkriegs an der gesamten Westfront gefallen waren.

Die Dokumentation Hellstorm ist zutiefst erschütternd, zeigt sie doch, zu welchen Grausamkeiten der Mensch wirklich fähig ist. Gleichzeitig räumt sie mit einem umfänglich einseitigen Geschichtsbild auf, indem auch die Schuldigen auf alliierter Seite beim Namen genannt werden. Bisher nur in Englisch verfügbar, mehr als sehenswert, jedoch nichts für schwache Nerven!

Übersetzung des Begleittextes zum Buch ‘Hellstorm – The Death of Nazi Germany, 1944-1947′ von Thomas Goodrich:

”Es war der tödlichste und zerstörerischste Krieg in der Geschichte der Menschheit. Millionen wurden getötet, Milliarden an Eigentum wurde zerstört, antike Kulturen wurden zu Schutt und Asche reduziert. Der Zweite Weltkrieg war wahrlich der Menschheit größter Kataklysmus.

Tausende von Büchern, Spiel- und Dokumentar-Filmen wurden dem Krieg gewidmet. Jedoch gab es noch niemals zuvor eine derart schreckliche Neuerzählung der Geschichte, wie man sie in ‘Hellstorm’ findet. In einem schaurigen ‘Sie sind dabei’-Stil stellt der Autor den Leser mitten in die Szenerie, inmitten des Moments.

Durch das gesamte Buch hindurch werden Leser sehen, was alliierte Flieger gesehen haben, als sie den Tod auf deutsche Städte niederregnen ließen. Oder der Leser macht die Erfahrung, was jene am Boden erfahren mussten, während sie zitternd in ihren Luftschutz-Bunkern saßen, in Erwartung genau jenes von oben kommenden Todes.

Der Leser wird den Horror während der letzten Monate des Kampfes im Schlamm, Blut und dem Wahnsinn der Schlacht an der Ostfront hautnah erleben und mag zu einem Verständnis dafür kommen, wie die selben deutschen Soldaten, die nur Momente vorher einen feindlichen Panzer zerstörten, jetzt ihre eigenen Leben riskierten, um die darin gefangene sowjetische Besatzung zu retten.

Leser werden Zeugen des Schicksals deutscher Frauen, während die tobende Rote Armee sich ihren Weg durch Europa vergewaltigt und gemordet hat und alle Frauen, von ‘acht bis achtzig’ die Worte fürchteten: ‘Frau komm’.

Die schlimmsten Katastrophen in der Geschichte der Seefahrt, welche tausende von Leben gefordert haben, die größte der Menschheit bekannte Völkerwanderung, bei der Millionen umkamen, das Schicksal jener erbärmlichen Opfer in den Nachkriegs-Todes- und Folterlagern, diese und viele andere dunkle Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs kommen in ‘Hellstorm’ ans Licht.”

Hitchcock drehte geheimen KZ-Horror-Film mit deutschen Opfer-Komparsen

Viehwaggons auf Ami-Art

Für einen alten Hitchcock Fan ist das natürlich eine tolle Geschichte:

Hitchcock drehte Filme über die KZs im Auftrag des britischen Geheimdienstes. Wow!

Leider wurden dessen Filme zu diesem Thema nie veröffentlicht. Warum wurden sie nie veröffentlicht?

Das weiß der Spiegel, unser ehemaliges Nachrichtenmagazin.

Zitat 1:
“Das Publikum, hieß es in MoI-Akten, in die Frau Moorehead Einsicht nahm, könnte “die Echtheit in Frage stellen”, wenn der Film “nicht völlig überzeugend” sei.”
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13508005.html

Nun denn. Ein ehemaliger Wehrmachtsangehöríger kann das bekräftigen:

Zitat 2:
“Als ich 1977 nach New York und nach Cape May eingeladen wurde und dort zu Besuch weilte, schilderte ich zwei ehemaligen US-Offizieren den KZ-Zug bei Erfurt. Sie waren nach Kriegsende in Heidelberg stationiert und wußten darüber gut Bescheid. Sie bestätigten beide, daß diese Viehwaggons voll deutscher gefangener Soldaten waren, die mit Typhus und Ruhr infiziert waren. Es waren Statisten für Alfred Hitchcock, dem Spezialisten für Horrorfilme. Er bekam den Auftrag, für den Nürnberger Prozeß KZ-Filme zu drehen.”

Um welche Vieh (!) Waggons ging es da?

Zitat 3:
“Auf einem Nebengleis stand ein Güterzug mit etwa 20 Viehwagen. Von ihnen kam ein widerlicher Gestank herübergeweht. Dann sah ich, daß aus den Lüftungsluken Hände herausfingerten und ich hörte Gejammer. Ich überschritt einige Schienen und näherte mich dem Güterzug. Dann war ich von den Insassen der Viehwaggons entdeckt worden und sie schrien: »Kamerad, Wasser, Wasser!« Ich erreichte den Zug und nahm den scheußlichen Gestank von Kot und Leichen Wahr. Die Schiebetür und die Lüftungsluken waren kreuz und quer mit Stacheldraht zugenagelt. Unter der Schiebetür und aus den Ritzen quoll Kot und Urin hervor, was zum Teil festgetrocknet war. Ich erlebte eine unerwartete, widerliche hilflose Situation. Vergeblich sah ich mich nach einem Hydranten um, der die Dampflokomotiven beschickte; es gab keine. In den Waggons riefen sie nach Wasser, und daß sie Tote darin hätten – schon viele Tage. Ich fühlte mich völlig hilflos. …
Plötzlich wurde ich von einem US-Posten heruntergerissen, angebrüllt und von einem zweiten mit dem Bajonett gestoßen.”

Gut, es ist bekannt, daß Hitchcock Schauspieler für Vieh hielt. Insofern ist es ja konsequent, sich dieser armen Schicksale aus Viehwaggons zu bedienen, um einen wirklich effektvollen Film zu schaffen, der sicherlich noch von Filmenthusiasten gewürdigt werden wird.

Neu für mich ist, daß in der Gefangenschaft der Befreier verhungernde deutsche Soldaten das Privileg hatten, jüdische Opfer zu spielen für den Holocaust. Und so wie sie von ihren Befreiern zugerichtet wurden, dürften sie ihre nicht ganz freiwillige Rolle ziemlich gut gespielt haben. Photos deren Schicksals dienen auch heute noch der erbaulichen Erziehung unserer Kinder, wenn der Holocaust thematisiert wird.

Zu dumm für die tapferen Herren Bernstein und Davidson, daß der Kalte Krieg diesem aufklärerischen Film den Garaus machte. Nach Stalins Ausscheren aus der Freimaurerei und deren Zielen wurden einige dem Deutschen zugedachten Pläne bis zur „Wiedervereinigung“ ausgesetzt.

Wen es interessiert: Sidney Bernstein wurde Baron und von der engl. Königin geadelt. 93 Jahre alt ist er geworden. Ein echter Philanthrop!
http://en.wikipedia.org/wiki/Sidney_Bernstein,_Baron_Bernstein

Juraforum: „Keine gesetzlichen Richter in der BRD !?“

Dieses Thema „Keine gesetzlichen Richter in der BRD !? | Seite 2 – Staats- und Verfassungsrecht“ im Forum „Staats- und Verfassungsrecht“ wurde erstellt von Jurafist, 12. März 2011.

Aber ich habe in dieser Sache weiter recherchiert und erschreckendes gefunden:

Vorallem die „Gesetze über die Bereinigung von Bundesrecht“ die sog. „Bereinigungsgesetze“ geben Aufschluss darüber, was das tatsächlich passiert ist und welche traurigen Kosequenzen dies hat. Z.B.:

Intrinsisch aufgelöste Rechtnormen ( GVG, STPO, ZPO )/ Von der BRD selbst aufgelöst:

Gesetze der BRD -jetzt laut eigener Veröffentlichung ganz ohne Geltungsbereich endgültig ungültig!

In den Einführungsgesetzen des GVG, der StPO und ZPO sind seit Ende April 2006 tatsächlich die Paragraphen mit dem Geltungsbereich ersatzlos aufgehoben worden.

Beweise und dort weitere Links zu weiteren Beweisen:
http://www.dejure.org/gesetze/EGGVG/1.html + http://bundesrecht.juris.de/gvgeg/
http://www.dejure.org/gesetze/EGStPO/1.html + http://bundesrecht.juris.de/stpoeg/
http://www.dejure.org/gesetze/EGZPO/1.html + http://bundesrecht.juris.de/zpoeg/

Die Aufhebung des Geltungsbereichs wird so begründet:

„Vorschrift aufgehoben durch das Erste Gesetz über die Bereinigung von Bundesrecht im Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums der Justiz vom 19.4.2006“

Unter diesen Umständen kann es ja nicht nur keine gesetzlichen Richter mehr geben, sondern eben auch keine…

-naja, lest ihr ja selber. Hammer !!

Die Konsequenzen der laufenden BRD–Rechtsprechung sind, dass die Gesetze der BRD wegen Verstoßes gegen das Gebot der Rechtssicherheit ungültig und nichtig sind – (BVerwGE 17,192 = DVBl 1964, 147).

Somit gibt es hier in der BRD leider keinerlei Rechtssicherheit.

Quellen: z.B. Auszüge aus http://wemepes.chNicht mehr verfügbar !

Das 2te sog. „Bereinigungsgesetz“ hat es wirklich in sich, nach dem was ich da bereits gelesen habe…

Auch der EGMR sagt folgendes dazu:

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte [EGMR] hat im Urteile EGMR 75529/01 am 08.06.2006 die Menschenrechtsverletzungen nach Art. 6 und 13 MRK gegen den Unterzeichner in der „BRD“ festgestellt! Dieses Urteil des EGMR zu Art. 6 und 13 MRK besagt im Tenor, dass ein wirksames Rechtmittel gegen Rechtmissbrauch und Billigkeitsrecht für die Einhaltung des Rechtes auf ein rechtstaatliches Verfahren in der „BRD“ nicht gegeben ist!

In einfachen Worten übersetzt heißt das:

Die Bundesrepublik Deutschland ist kein rechtwirksamer Rechtstaat!

Ich möchte immer gern optimistisch sein.
Evtl. sogar auch mal „Zwecknaiv“.
Angesichts dieser u.a. Infos fällts das schwer.

Aber wie sagt ein Chin. Sprichwort:
Optimismus ist oft nur der Mangel an Informationen.

Sehr interessante Diskussion. Unten klicken und weiterverfolgen:

Quelle und Kommentare:

http://www.juraforum.de/forum/t/keine-gesetzlichen-richter-in-der-brd.351696/2

Polen 1939 – Meinen Landsleuten, den ermordeten und den lebenden !

Tragische Fügung

Die Zahl der Volksdeutschen, die im September des Jahres 1939 in Polen ermordet worden sind, wird niemals genau festgestellt werden können. Noch nach Jahren wird man irgendwo in den tiefen Wäldern, in den sandigen Heidestrecken Mittelpolens, in einsamen Teichen die Gerippe von Menschen finden, deren einziges Verbrechen gewesen war, daß sie Deutsche waren und sich zu diesem Deutschtum bekannt hatten.

Immer wird den Deutschen dort im Lande dieser Monat, dessen Himmel vom ersten bis zum letzten Tage von strahlender Bläue über den dunklen und goldfarbigen Wellen der Kiefernwälder und der Laubwälder gewesen war, ein Monat des Grauens und der Todesangst bleiben. Niemals auch wird es gelingen, alle diejenigen zu ermitteln, die den Dämonen des Ostens erlegen waren und nun das Tier in sich losgelassen hatten, damit es sich an unschuldigem Blut sättige.

Niemals wird man alle Mörder feststellen und ergreifen können, um sie ihrer Strafe zuzuführen, einer Strafe, die als Sühne für diese Verbrechen viel zu milde ist, da sie ja nur im Erschießen besteht, und die wir Deutschen doch nicht schärfer verhängen können, da wir ja den Geist der Bestie nur mit unseren helleren Waffen bekämpfen dürfen und wollen, sollen wir das, was wir unser Deutschtum nennen, nicht in seinen Grundlagen antasten.

Es sei hier ein Fall erzählt, der durch eine besondere Verknüpfung verschiedener Umstände tragisch und seltsam zugleich ist. Wir sind, nachdem wir die Unzahl der Quälereien, der Scheußlichkeiten und Ermordungen jenes blutigen Monats in allen Einzelheiten erfahren haben, nicht mehr gläubig genug, um ein gerechtes Walten der Vorsehung darin zu erblicken, daß in diesem Falle der Mörder gefaßt werden konnte; wir sind es umso weniger, als der schlimmere Verbrecher wohl für immer unauffindbar bleiben wird.

Am 5. September, also am zweiten Tage nach dem Blutsonntag von Bromberg, raste auch in den Dörfern, die an der Rückzugsstraße der Polen nach Thorn lagen, die mörderische Blutgier. Soldatenhaufen, schon in diesen ersten Tagen des Krieges ohne jede Disziplin, strömten über die Straßen und Feldwege, ließen sich von ortsansässigen Polen die Häuser und Gehöfte der Deutschen zeigen, stürzten in ihre Wohnungen, schossen, mordeten und quälten zu Tode, wen sie darin vorfanden. Polnische Bauern, Knechte, junge und alte Weiber, Halbwüchsige beiderlei Geschlechts begleiteten kreischend und brüllend die rasenden Banditenhaufen, halfen, ihre Nachbarn, mit denen sie Jahre um Jahre friedlich Zaun an Zaun und Straße an Straße gewohnt hatten, aus dem Leben zu hetzen, oder erschlugen, erstachen, erschossen selbst, wenn einmal die Soldaten sich mit Plünderungen begnügen wollten.

In dem Dorfe Langenau, das nur wenige Kilometer von Bromberg entfernt schon in der Weichselniederung liegt, blieb nicht ein einziges deutsches Gehöft verschont. Verrußte Mauern, niedergebrannte Scheunen, Schuttplätze voll zertrümmerter Maschinen und verkohlte Möbel, die durch irgendeinen Zufall das Feuer überdauert hatten und nun einsam in den Trümmern standen – das war alles, was von diesem blühenden Ort übriggeblieben war. Wer von den Deutschen nicht geflohen war, wer in richtigem Bauerntrotz oder im Glauben daran, daß doch auch in den Polen menschliches Gefühl wohnen müsse, nicht in die sumpfigen Weidengehölze und Buschwiesen am Ufer der Weichsel geflohen war, hatte es schrecklich zu büßen.

So brach denn ein solcher Haufen auch in das Gehöft des Bauern Holland ein. Der Bauer, der den Weltkrieg in der deutschen Armee mitgemacht hatte, erwartete die Tobenden in der Tür seines Hauses; er wollte versuchen, das Schlimmste von seinem Hof abzuwehren. Sein ruhiger Mut, seine Besonnenheit, sein Anerbieten, sich und die Seinen mit Geld loszukaufen, machte auf die Soldaten, die sich in dem Haufen befanden, Eindruck, und es schien, daß sie wirklich bereit waren, sich für diesmal mit einer Geldsumme zufrieden zu geben; aber die polnischen Weiber, denen, wie Augenzeugen bestätigt haben, wie tollen Tieren Schaum vor dem Munde stand, hetzten und schrien und wollten Blut sehen.

Als man so noch unschlüssig herumstand, kam plötzlich ein untersetzter Mann in bäuerlicher Kleidung auf den Hof gerannt, der eine blutbeschmierte Holzaxt in den Händen schwang und brüllend fragte, ob man das Hitlerschwein schon erledigt habe. Der Anblick dieses Menschen raubte dem deutschen Bauern den Mut. Er wich in sein Haus zurück, der Mörder lief ihm nach, nun stürzte sich die Schar der Dorfweiber heulend und kreischend hinterher, die Soldaten wurden von der Meute angesteckt, und nun jagten sie den Unglücklichen durch sein Haus, bis sie ihn im Schlafzimmer erreichten. Hier wurde er mit der Axt erschlagen, während sein Weib und seine drei Kinder in einer Ecke dieser Stube hockten und alles mitansahen.

Das fassungslose Schreien der noch jungen Frau des Deutschen aber machte einen polnischen Offizier auf sie aufmerksam, der sich unter dem Mordhaufen befand. Während die tobende Bande nun das ganze Haus nach dem deutschen Knecht durchsuchte, der jedoch zum polnischen Heer eingezogen worden war, während die Bauernweiber sich über die Habe des Deutschen warfen und Stuben, Küche und Keller plünderten, während die unmenschlich zugerichtete Leiche ihres Mannes auf dem Fußboden lag, warf der Offizier die wimmernde Frau, die zu jeder Gegenwehr unfähig war, auf ihr Ehebett und tat ihr vor den Augen ihrer unmündigen Kinder Gewalt an.

Um die gleiche Zeit zog draußen vor dem Gehöft ein langer Zug verhafteter Deutscher auf der Dorfstraße vorbei, die nach dem Inneren Polens verschleppt werden sollten. Als der polnische Offizier nach seiner Tat vor das Gehöft trat und diesen Zug erblickte, holte er die deutsche Frau aus dem Haus, stieß sie in den Zug hinein und befahl den Wachmannschaften, sie mitzunehmen, das sei auch so eine deutsche Sau.

So mußte die Unglückliche, ohne sich von ihren Kindern verabschieden zu können, ohne einen Mantel oder ein Tuch oder auch nur das geringste an Eßbarem mit sich nehmen zu können, in Holzpantoffeln den Marsch antreten, der sie mit Tausenden von deutschen Volksgenossen über Kutno nach Lowitsch hetzte, wo sie dann von weit vorgestoßenen deutschen Truppen zusammen mit ihren Leidensgenossen befreit wurde, ohne daß sie doch gewagt hätte, ihnen den ganzen Umfang ihres Leides zu offenbaren.

Sie kam zurück und sie fand ihr Gehöft bis auf den Grund niedergebrannt; ihre drei Kinder im Alter von drei, fünf und acht Jahren aber hatte die polnische Magd in dem Wirrwarr jenes schrecklichen Tages retten können, indem sie sie bei ihren Eltern versteckte, bis schon zwei Tage darauf die deutschen Soldaten Langenau befreiten. Die Leiche ihres Mannes aber, der abseits von der Straße in einem Gebüsch verscharrt worden war, fand man als Letzten der Ermordeten des Dorfes erst zu Beginn des Oktober. Er sollte würdig begraben werden; es hatten sich Offiziere des deutschen Heeres und der Schutzstaffel zu der Totenfeier angesagt.

Die Frau aber, die täglich die entsetzten und schamvollen Augen ihrer Kinder auf ihrem Leibe ruhen glaubte, die nun durch das bevorstehende Begräbnis immer wieder von neuem an jenen furchtbaren Tag erinnert wurde, entdeckte jetzt auch noch, daß sie ein Kind von dem polnischen Unhold zu erwarten habe. In ihrer Herzensangst machte sie ihrem Leben durch Erhängen ein Ende.

So standen die Kinder, die Dorfgenossen, der Pfarrer und die deutschen Offiziere am nächsten Tage an einem Doppelgrab. Während der Pfarrer, der jenen Höllenmarsch nach Lowitsch selbst mitgemacht hatte, seinem erschütterten Herzen Worte des Trostes, der Fassung, des Gottvertrauens abzuringen suchte, während die Zuhörerschaft mit steinernen Gesichtern seiner mühsam hervorgepreßten Ansprache lauschte, fühlte einer der deutschen Offiziere, der das fünfjährige Töchterchen der Bauersleute an der Hand gefaßt hielt, wie die Kleine ihn immer wieder an der Hand zog und mit der freien Linken am Ärmel zupfte. Er glaubte, das Kind suche Trost und strich ihr begütigend über das Haar, aber sie ließ nicht nach und so beugte er sich zu ihm hinunter, um ihr Beruhigung zuzusprechen.

Doch das Mädchen sagte leise zu ihm:

„Du, Onkel, da drüben steht doch der Mann, der den Vater erschlagen hat.“

Den deutschen Offizier überlief es kalt. Er strich dem Kinde über die Wange und führte es ein wenig in den Hintergrund. „Sei still“, sagte er zu ihm, „sag‘ nichts“, flüsterte er dabei.

Dann fragte er:

„Weißt du es auch genau?“

„Ja, ich weiß es. Dort drüben steht er und hört zu, was der Herr Pastor sagt.“

„Weißt du denn noch jemand, der den Mann kennt?“ fragte der Offizier.

„Nu, die Wadscha, die weiß es doch auch.“

Die Wadscha war die polnische Magd, die auf dem Hofe diente. Der Offizier ging mit dem Kinde zu ihr, fragte sie, ob sie jenen Mann dort drüben, ja, dort drüben am Baum kenne – und verhinderte nur mit Mühe einen entsetzten Schrei der Magd. Es war tatsächlich der Mörder des Bauern, der, von seiner Tat getrieben, drüben am Grabe desjenigen stand, den er vier Wochen zuvor erschlagen hatte wie einen tollen Hund.

Noch vor dem Schluß der Feier wurde er unauffällig umstellt, und als die Trauernden sich an das Grab begaben, um einer nach dem andern drei Hände voll Erde auf die Särge zu werfen, verhaftet.

Dies geschah in dem Dorfe Langenau bei Bromberg, im Tal der Weichsel, das niemals wieder solche Taten sehen wird. Dafür werden deutsche Menschen sorgen.

Ein Achtzigjähriger

Protokoll

Betr.: August Schöps, ermordet am 3. September 1939, geboren am 6. Januar 1859

Auf Weisung des D.V.V. Ortsgruppe Sobiesenki erscheint die Volksdeutsche Wanda Schöps und gibt, zur Aussage der Wahrheit ermahnt, folgendes an:

1. Zur Person: Ich heiße Wanda Schöps, geboren in Piegonisko am 14.4.1865, wohnhaft in Sobiesenki, Ehefrau des Ermordeten.

2. Zur Sache: Ich war mit meinem Mann allein zu Hause, da nahten sich dem Hause polnische Soldaten. Ich verließ das Haus, um mich im Felde zu verstecken. Plötzlich fingen die Soldaten an, das Haus zu beschießen. Ich sah meinen Mann aus dem Hause herauskommen und sich vom Hofe entfernen. Da krachte ein Schuß, und mein Mann fiel um. Als ich zu ihm hin konnte, war er bereits tot.
Weiter habe ich nichts auszusagen.

Geschlossen:
(-) Roman Günther, Protokollführer              V.G.U. (-)xxx
Johann Schöps als Zeuge

Sobiesenki, den 23.10.1939
(abgeschrieben in Posen am 15.11.39)

Aus einem Protokoll

Im Walde von Rzew war am 7. September 1939 die Leiche des 34 Jahre alten Vg. Ferdinand Draber aus Antoniew bei Rombinnen aufgefunden worden, der gleichfalls in der Nacht zum 6. September verschleppt worden war. Auch Draber war völlig zerschlagen und an einer Kiefer mit den Beinen nach oben angenagelt. Knochen und Gliedmaßen waren viele Male gebrochen….

(Abgeschrieben in der Zentrale für die Gräber ermordeter Volksdeutscher in Posen)

Aus einem Bericht (Deutsche Rundschau, Bromberg, 9. Oktober 1939)
……….
Jetzt hatte ich eine Sorge: wie sieht es zu Hause aus? Es ist schlimmer gekommen, als ich dachte; ich sollte keinen meiner Lieben mehr lebend antreffen. Von Hohensalza kam ich mit einem Militärauto in meinen Heimatort. Hier hörte ich gleich von einem alten Mann, daß mein Vater soeben beerdigt war. Ihn hatte das polnische Militär dicht an unserem Waldrand erschossen. Nach einigen Tagen fand ich die Leiche meines Bräutigams etwa anderthalb Kilometer von uns entfernt auf. Man hatte ihm die Augen ausgestochen, auch wies er Bjonettstiche auf. Am Sonnabend suchte ich meine Mutter im Walde. Wir fanden sie als Leiche sitzend in einem Graben mit drei Bajonettstichen im Unterleib. Am nächsten Tag fanden wir die Tante auf einer Wiese tot auf….

gez. Elsbeth Busse, Bauerntochter
Eichenau Abbau, Kreis Bromberg

Die Schwester

Als gleich nach Beginn des Polenkrieges die ersten Nachrichten über die an Volksdeutschen begangenen Greueltaten über die Grenze ins Reich kamen, wurden sie zunächst nicht geglaubt, weil die menschliche Einbildungskraft vor den entsetzlichen Bildern versagte, die ihr da zugemutet wurden. Aber die Meldungen enthielten zuviel so grauenhafte Einzelheiten, daß man keinem Deutschen zutrauen konnte, er habe sie erfunden.

Ein angesehener Arzt in einem dicht an der polnischen Grenze, aber noch im Reiche gelegenen Städtchen, der nahe Verwandte in den ehemals preußischen Gebieten Westpolens wohnen hatte, fühlte sich bald von seiner immer unerträglicher werdenden Unruhe getrieben, sich an Ort und Stelle davon zu überzeugen, wie es um seine Leute bestellt war. Insbesondere war er in Sorge um seine einzige Schwester, die in Gnesen verheiratet war und, wie er wußte, ein Kind erwartete. Die Geschwister hatten sich seit früherer Jugend durch ein herzliches Einverständnis miteinander verbunden gefühlt und sich in den letzten Jahren in fast regelmäßigen Abständen wechselseitig besucht.

Es gelang dem in seiner Stadt hochgeachteten Mann, eine Sondergenehmigung von einem höheren Offizier zu erlangen, die ihn berechtigte, in das Operationsgebiet des Heeres einzufahren. Er folgte den im Posener Raum nur langsam vorrückenden vordersten Truppen im Stabe einer deutschen Division und es gelang ihm, schon an dem der Besetzung von Gnesen folgenden Tage auf einem Lastwagen der Wehrmacht in diese Stadt einzufahren. Dort suchte er sofort den Ortskommandanten auf, der noch dabei war, sich einzurichten und gerade einen Volksdeutschen mit der vorläufigen Führung der Geschäfte des Bürgermeisters beauftragt hatte.

Dieser, von den Ereignissen der letzten Tage, von der so lang ersehnten Befreiung durch deutsche Truppen und von dem Anblick dieser ruhigen, disziplinierten, herrlichen Soldaten noch tief erschüttert, begrüßte das Eintreffen eines deutschen Aztes mit tiefem Aufatmen und mit Verwunderung zugleich, denn er mußte ja annehmen, daß hier die deutsche Organisation sofort auch für die ärztliche Betreuung etwa verletzter Volksdeutscher gesorgt habe.

Auf die beklommene Frage seines Besuchers, ob sich in Gnesen irgendwelche Ausschreitungen der Polen ereignet hätten, denn nach mehr wagte der erregte Mann nicht zu fragen, erwiderte der Bürgermeister daher, Verletzte seien ihm bisher nicht gemeldet worden; wen die Mordbanden erwischt hätten, den hätten sie auch abgeschlachtet, der Herr Doktor werde daher leider nur die Art und den Eintritt des Todes in den bisher bekannt gewordenen Fällen festzustellen haben. Der Bürgermeister setzte, unruhig und lebhaft und von den Ereignissen dieser Tage noch wie im Fieber handelnd, hinzu, er möge nur mitkommen, die Leichen seien hier in einem Saale des Rathauses aufgebahrt. Damit ging er durch die weißgetünchten Gänge des großen Hauses über Fluren und Treppen voran und der deutsche Arzt folgte mit schwerem Herzen.

Wir machen es kurz und müssen auch dabei noch die Zähne zusammenbeißen. In einem nüchternen Zimmer des Hauses lagen auf dem Fußboden nebeneinander einige Verstümmelte, die vor wenigen Tagen noch lebende und hoffende Menschen gewesen waren, und darunter auch die Schwester des Unglücklichen. Ihr war bei der Ermordung neben anderen Verstümmelungen, die man ihr angetan hatte, der Leib aufgeschnitten worden; das noch ungeborene Kind lag, ein von geronnenem Blute überklebtes Etwas, neben der Mutter auf den Brettern des Saales. Keine armselige Decke verhüllte den geschändeten Leib.

Es ist nicht zu begreifen, wie der arme Mensch in seine Heimatstadt zurückgelangt ist. Als er eines Tages doch in seinem kleinen Städtchen ankam und gerade das Bahnhofsgebäude verlassen wollte, um sich in sein Haus zu begeben, wurde ein Zug kriegsgefangener polnischer Soldaten an ihm vorbeigeführt, die in sauberer militärischer Ordnung, von einigen deutschen Wachtposten begleitet, ihrem Lager zumarschierten.

Dieser Anblick raubte dem mühsam versteinerten Menschen die Besinnung. Er vermochte dem Wahnsinn, der sein Hirn in diesen Tagen ständig drohend umlauert hatte, für einige Augenblicke nicht mehr Widerstand zu leisten, er riß einen Revolver hervor und schoß blind in die Polen hinein, von denen einige sofort, vor Entsetzen schreiend, zu Boden stürzten, während die anderen davonzulaufen versuchten. Als der Arzt aber, dessen ganzes Leben der Bekämpfung des Leidens und des Todes gegolten hatte, die Polen vor sich auf der Erde liegen sah, die er selbst niedergeschossen hatte, als er nun die drohenden Rufe der herbeistürzenden deutschen Posten hörte, da blickte er mit erbarmungswürdigem Gesicht um sich, er erwachte aus der Erstarrung seiner Seele und hob die Waffe gegen die eigene Schläfe; er drückte ab und stürzte tot auf das Straßenpflaster.

Es stellte sich heraus, daß von den am Boden liegenden Polen nur zwei verletzt waren, und keiner lebensgefährlich. Das Kriegsgericht, das über die Tat zu urteilen hatte und das gerade Vergehen gegen Kriegsgefangene, die ja wehrlos seien, sehr hart zu büßen pflegte, bedachte das Übermaß des Leides, das über den unglücklichen Mann gekommen war; es bedachte weiter, daß die Verletzungen der Polen nur verhältnismäßig geringfügig waren und daß der Täter schließlich seine Tat selbst sofort gesühnt hatte. Es sprach ihn noch nachträglich von aller Schuld frei.

Die ganze Stadt folgte dem Sarge nach, in dem er zur Ruhe getragen wurde, darunter auch die fünf Kinder des Gefallenen, denen ein Jahr zuvor schon die Mutter gestorben war.

Todesanzeige

Am 7. September 1939 wurden auf ihrem niedergebrannten Besitz in Lukaschewo bei Argenau, Kreis Hohensalza, durch polnische Banditen ermordet:

Eduard Fürstenau im Alter von 80 Jahren
Ida Fürstenau, geb Kohlitz, im Alter von 74 Jahren
Bruno Fürstenau im Alter von 46 Jahren
Ida Fürstenau, geb. Fischer, im Alter von 45 Jahren
Klärchen Fürstenau im Alter von 12 Jahren

In tiefer Trauer………

(Posener Tageblatt, Freitag, den 20. Oktober 1939)

Im Sande der Landstraße

In den ersten Septembertagen des Jahres 1939 marschierten auf zahllosen Straßen Polens lange Züge deutscher Menschen, die auf Befehl der polnischen Regierung in das Innere des Landes verschleppt wurden. Der rasche Vormarsch der deutschen Truppen veranlßte die Polen, auch die Lager und Gefängnisse, die weiter im Osten des Landes lagen, zu räumen, und so verließen am /. September auch die Insassen des Zuchthauses zu Siedlce, einer Stadt im Osten von Warschau, diesen Ort.

Es war ein Zug von 290 Menschen, der auf der trostlosen Straße in Richtung auf Brest-Litowsk getriebe wurde. Die meisten waren Deutsche, die sofort nach Beginn, teilweise aber auch kurz vor dem Ausbruch des Krieges ohne jeden Grund verhaftet und zur Internierung hierher gebracht worden waren. Die übrigen Häftlinge hatten eine Strafe zu verbüßen, die sie wegen sogenanter politischer Vergehen erhalten hatten – sei es, daß die beobachtet worden waren, wie sie anderen Volksgenossen gegenüber den Hitlergruß ausgesprochen hatten, sei es, weil sie sich abfällig über den polnischen Staat geäußert hatten oder auch nur geäußert haben sollten. Der geringe Rest bestand aus politischen Gefangenen, die einer anderen der vielen Minderheiten Polens angehörten. Den Befehl über diesen Zug führte ein polnischer Leutnant, dem etwa hundert Infanteristen unterstellt waren.

Die ersten beiden Toten verloren die wehrlosen Menschen schon bei der ersten Rast im Morgengrauen dieses 7. September – einen Todkranken, der auf Befehl dieses Offiziers nackt zurückgelassen werden mußte, und einen Greis, den bereits die ersten Stunden des Marsches so erschöpft hatten, daß er nicht mehr gehen konnte. Er wurde ein paar Schritte beiseite geführt und erschossen.

Im Laufe des Tages, der trocken und heiß war, so daß ständig eine unbarmherzige quälende Staubwolke über dem Zuge lag, wurde bald der Durst unerträglich. Aber während die polnische Wachmannschaft sich aus den wenigen Bauernhäusern am Wege, aus Bächen und Brunnen stets Wasser zu beschaffen wußte, hinderten die Soldaten auf Befehl des Leutnants, der auf seinem Fahrrade ständig die Kolonne auf unb ab fuhr, die Gefangenen daran, auch nur einen einzigen Trunk zu sich zu nehmen. Bald blieb der erste der ohnehin ausgehungerten Männer zurück. Die Letzten im Zuge sahen mit Entsetzen, was mit ihm geschah. Der Offizier befahl ihm, mitten auf der Straße niederzuknien. Dann mußte er sich so weit nach vorne beugen, daß er mit der Stirn die Erde vor seinen Knien berührte. Ein Infanterist setzte ihm darauf die Mündung seines Gewehrs an den Hinterkopf und drückte ab. Der Körper des Ermordeten blieb liegen.

Das Entsetzen schüttelte die aufgepeitscht Weitertrottenden. Keiner wollte mehr zurückbleiben; Hunger, Durst, körperliche Erschöpfung, Übermüdung – alles suchten sie zu überwinden, um diesem Schicksal zu entgehen, Und doch traf es immer wieder den und jenen, wie lange den Umsinkenden auch seine Nachbarn mit sich geschleppt haben mochten. Schließlich konnten auch sie nicht mehr, wollte sie nicht selbst zusammenbrechen. Und dann hörten sie hinten den Knall des Mordschusses.

Wären nicht an diesem und auch am folgenden Tage immer wieder deutsche Flieger über dem Zuge erschienen, so wäre die Zahl der Opfer ins Maßlose gestiegen. So aber wurden die deutschen Bomber die retter ihrer Brüder unten im Staub der Straße, denn sobald das Dröhnen eines Motors hörbar wurde, flüchtete alles unter die Bäume und Sträucher in der Nähe, und dann konnten die Erschöpften ruhen und ein wenig neue Kraft sammeln.

Am Morgen des zweiten Tages hatte der polnische Leutnant offenbar den Eindruck, daß sich die Zahl seiner Häftlinge zu langsam vermindere.  Er fuhr nun immer wieder mit seinem Rad voraus, ließ den Zug des Elends an sich vorbeimarschieren, winkte wahllos irgendeinen der Gefangenen heraus, ging ein Stück Weges mit ihm neben der Kolonne her, unterhielt sich in ruhigen, freundlichen Worten mit ihm, legte nicht selten mit lügnerischer Geste den linken Arm um seine Schulter, als wolle er ihn stützen, während er mit der Rechten sein Fahrrad führte, und schickte ihn dann schließlich nach hinten.

Dort mußte er dann in den Sand der Straße niederknien und die Stirne zur Erde beugen. Und jedesmal krachte ein Schuß aus dem Gewehr eines Mörders.

So hatte dieser Mensch heute schon einige Deutsche an das Ende des Zuges geschickt. Wieder war er einmal vorgefahren, wieder sahen ihn die Gefangenen vorne stehen und auf sie warten. Die Spitze zog an ihm vorbei, immer noch stand er am Straßenrand und blickte mit freundlichen Augen über die an ihm Vorbeimarschierenden hin, un kam die Mitte des Zuges heran, er hob den Arm und winkte. Sein Blick galt einem kleinen, schwächlichen Menschen, der sich trotz Hunger, Durst und wunden Füßen mit verbissener Willensanstrengung bis zu diesem Augenblick durchgeschleppt hatte. Der Schweiß lief dem Mann über das ausgemergelte Gesicht, das Haar hing ihm über die Stirn, er hatte die Lippen zusammengepreßt und blickte ständig und starr geradeaus, als habe er sich weit vorn, wei vor sich einen Punkt in der Landschaft ausgesucht, den er unbedingt noch erreichen wollte. Er sah den winkenden Polen nicht, seine Nachbarn mußten ihn anstoßen. Sie taten es scheu und mit zitternden Gliedern.

Der Mann – er war noch jung, sein Gesicht war totenblaß trotz dem Marsch in der glühenden Sonne dieses Septembers, er mußte wohl ein Stubenhocker von Beruf sein, ein Lehrer, Bankbeamter oder Schreiber – der Mann blieb nicht stehen, als seine Kameraden ihn anstießen, er wandte den Blick seinem Henker zu, er ging weiter, seine Augen weiteten sich, er war nun schon an dem Offizier vorbei, der ihn gellend anschrie, zwei Soldaten stürzten mit geschwungenen Gewehren herbei, aber da trat er schon an seinem rechten Nachbarn vorbei, trat neben die Marschierenden und ging mit erloschenem Blick auf den Leutnant zu.

Der machte nun nicht  mehr seine menschenfreundlichen Gebärden, er schrie ihn an, er schickte ihn nach hinten, und er rief den Soldaten am Schluß des Zuges ein paar polnische Worte zu, die alle verstanden, denn sie sprachen ja alle polnisch. Auch der zum Tode Bestimmte verstand die Worte. Und er ging weiter.

Als die Letzten an ihm vorüberwankten, kniete er nieder. Keiner seiner Kameraden wandte sich um, denn keiner hatte die Kraft, das mitanzusehen, was sich hinter ihnen begeben würde. Aber alle warteten auf das Krachen des Schusses.

Doch bevor es soweit war, bevor noch der Mörder sein Amt ausgeübt hatte, war ein heller, gellender Schrei über dem marschierenden Zug der waffenlosen Deutschen, zwei Worte stiegen auf und schwangen sich über die zu Boden gesenkten Köpfe, rissen sie hoch, ungläubig blickten ihre Augen, aber es war kein Zweifel, er hatte es gerufen, der mit seinen zarten Gliedern, seinen dünnen Armen und Beinen, seinem flachen Brustkasten, er hatte den Führer gegrüßt. „Heil Hitler!“ hatte er geschrien. Nur wenige hörten den polnischen Fluch, der gleich darauf erscholl, aber alle vernahmen sie das Krachen des Gewehrschusses.

Doch nun hörten es die Letzten noch einmal, gleich nach dem Schuß stöhnte ihr Kamerad noch einmal mit schmerzverzerrter Stimme die beiden Worte in den Sand der Straße hinein, auf den das Haupt des Sterbenden niedergesunken war. Er war nicht gleich tot gewesen. Ein zweiter Schuß, drei, vier andere peitschten auf. Die Posten riefen wild erregt durcheinander, sie erzählten sich gegenseitig, was geschehen war, und so hörten es auch die Deutschen, daß er nicht nur gerufen, daß er kniend den Arm erhoben und so seinen Führer, sein Volk und das Reich gegrüßt habe.

Es fielen an diesem Tage noch zahlreiche Opfer. Sie alle mußten niederknien, um ihren Schuß zu empfangen. Nicht jeder brachte die Kraft auf zu jenem Gruß, aber viele, viele taten es.

Wir werden ihre Namen niemals erfahren, sowenig wie den des Mannes, der als erster gerufen hat.

Quelle und Kommentare:

http://www.lutzschaefer.com/index.php?id_kategorie=8&id_thema=38

Okkulte Mächte (Synchronisation 2019)

Deutsche Synchronisation des französischen Films „Forces Occultes“, der eine Art spielfilmische Dokumentation über die Freimaurerei darstellt. Die Synchronisation wurde durch Freiwillige aus dem Internet erstellt und beruht hauptsächlich auf einer Übersetzung von F.S. James. Die Teilnehmer des Projektes werden aus Sicherheitsgründen nicht genannt. Damals wurden die Macher des Films auch schwer bestraft für die Veröffentlichung, teilweise mit dem Tode.

Sie können unsere Arbeit finanziell unterstützen – mit Ihrer Spende ermöglichen Sie die Ausweitung und Fortführung unserer Arbeit, unserer Projekte und Kampagnen. Dafür danken wir Ihnen! https://www.paypal.me/VSProduktion

Lasst uns die Köter abschaffen – Klima Spinner !

Ein falscher Schritt im Park, es macht »Flatsch«. An meinem Schuh klebt es. Ich bin in Hundescheiße getapst. Das nervt und regt die Gedanken an. Was haben die Vierbeiner in einer Großstadt überhaupt verloren? Nichts, genauso wenig wie Katzen.

Neben ihren ekelhaften Ausscheidungen sind die Haustiere auch schlecht für das Klima. Denn sie fressen Fleisch und tragen damit zum Ausstoß von Kohlenstoffdioxid bei. Die Ökobilanz eines Hundes entspricht einer jährlichen Autofahrleistung von 3700 Kilometern, die einer Katze 1400 jährlichen Fahrkilometern. Ein durchschnittliches Fahrzeug in Deutschland legt pro Jahr 13 000 Kilometer zurück.

Der CO2-Fußabdruck durch Hunde und Katzen scheint somit verschwindend gering zu sein, doch muss man sich folgendes auf der Zunge zergehen lassen: Der ökologische Fußabdruck einer deutschen Katze ist im Durchschnitt genauso groß wie der eines Ägypters. Bei den angegebenen Werten wird davon ausgegangen, dass die Tiere herkömmliches Dosenfutter bekommen. Je besser das Futter, desto schlechter ist die Bilanz für das Klima.

Das Klima geht nicht vor die Hunde
Sebastian Weiermann hält die Klimabelastung durch Hund und Katze für marginal. Eine Antwort auf die Kolumne von Katharina Schwirkus.

Gerade wohlhabende und besonders tierliebe Besitzer*innen kaufen für ihren Begleiter Luxusnahrung, die zu 75 Prozent aus hochwertigem Fleisch bestehen. Durch die gute Versorgung steigt die Lebenserwartung der Tiere, was letztlich wiederum ihren ökologischen Fußabdruck weiter wachsen lässt.

In Deutschland übertreffen Katzen oftmals die Lebenserwartung von 15 Jahren. Die Halter*innen sind zudem bereit, mit Kuren und ständigen Besuchen von Tierärzt*innen das Wohl des Hundes oder der Katze abzusichern. Mittlerweile ist es sogar normal, mit einem Hund zur Physiotherapie zu gehen. Die Therapie widmet sich natürlich dem Tier, nicht den Besitzer*innen.

Das zeigt: Viele Menschen sind schon heute bereit, viel Geld für ihre treuen Begleiter auszugeben. Also können wir auch über die stärkere Besteuerung von Haustieren und Dosenfutter für diese nachdenken. Neuerdings verdrecken nicht mehr nur Hunde die Städte mit ihrem Kot. Auch die schrecklichen Plastiktüten, mit welchen die Halter den Mist entsorgen sollen, werden zunehmend zum Problem.

Sie hängen in jedem Park und fliegen lose oder auch mit Inhalt durch die Gegend. Dass Plastiktüten ein Klimakiller sind, gehört mittlerweile zum Allgemeinwissen. In Supermärkten sind sie nicht mehr gratis zu kriegen und derzeit wird auch ein Preis für sogenannte Gemüsetüten diskutiert. Problematisch an den Hundekackebeuteln ist außerdem, dass sie nur ein einziges Mal benutzt werden können. Recycling: Fehlanzeige.

Wer dem Klima etwas Gutes tun will, sollte sich weder einen Hund, noch Katze anschaffen. Langfristig sollte die Züchtung der Vierbeiner eingestellt werden. Selbst auf dem Land stellen sie eine Belastung für die Umwelt dar. Zum einen ist Hunde- und Katzenkot extrem schlecht abbaubar. Zum anderen folgen Katzen zwar ihren natürlichen Jagdtrieb, fressen die erbeuteten Tiere aber nicht, sondern trainieren lediglich ihre Instinkte.

Unabhängig davon, ob man es schafft, Katzen und Köter aus Großstädten zu verbannen, muss das romantische Bild von Haustieren endlich dekonstruiert werden. Kindern sollte schon in jungen Jahren klar gemacht werden, dass es absolut egoistisch ist, in einer Stadt einen Hund oder eine Katze zu halten. Das Thema könnte von den »Fridays For Future«-Aktivist*innen aufgenommen werden. Zehn- bis 18-jährige Schüler*innen, die eine Anhebung der Hundesteuer fordern, würden damit zeigen, wie ernst es ihnen mit dem Umweltschutz ist.

Aber auch gesamtgesellschaftlich muss sich etwas tun. Die Toleranz für Katzen- und Hundebesitzer*innen ist viel zu groß. Die Tiere sollten konsequent aus Cafés, Supermärkten und Restaurants ausgeschlossen werden. Zudem müssen Sanktionen eingeführt werden, um Hundebesitzer*innen zur Verantwortung zu ziehen, die sich nicht um den Dreck ihrer Tiere kümmern. Wer seinen Vierbeiner in einen Park scheißen lässt oder einen Hundekackebeutel verliert, darf nicht ungeschoren davon kommen.

Quelle und Kommentare:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1123027.haustiere-lasst-uns-die-koeter-abschaffen.html

BRD: Souveräner Staat oder noch immer Besatzungsrecht ?

(((…)))

Von Hans-Peter Thietz,
ehemaliger Abgeordneter der letzten, frei gewählten Volkskammer der DDR und des Europa-Parlaments

Im Jahre 1990 ist die DDR gemäß Artikel 23 Grundgesetz der Bundesrepublik beigetreten. Als Mitglied der damaligen Volkskammer wurde dies auch mit meiner Stimme beschlossen. Der Beitritt erfolgte aufgrund eines Vertragskomplexes, durch den nach offizieller Darstellung die Nachkriegsära abgeschlossen und Deutschland wieder eine volle Souveränität erhalten habe.

Ein klassischer Friedensvertrag sei dadurch überflüssig geworden und die Notwendigkeit des Abschlusses eines solchen durch die politischen Ereignisse überholt.

Diese Darstellung läßt sich bei näherer Nachprüfung nicht aufrecht erhalten:

Gemeinhin wird der sogenannte »Zwei-plus-Vier-Vertrag« als alles regelnder Basisvertrag zwischen den vier Siegermächten des II. Weltkrieges und den Teilstaatprovisorien BRD und DDR angesehen, durch den Deutschland seine volle Souveränität gemäß Artikel 7 (2) wiedergewonnen habe. Dieser Artikel 7 (2) lautet:

»Das vereinte Deutschland hat demgemäß seine volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten.«

Dieser Wortlaut bedeutet für den normalverständigen Bürger, daß keinerlei Regelungen aus früherem Besatzungsrecht mehr fortgelten können, die sich bis dahin aus dem sogenannten »Überleitungsvertrag« mit dem offiziellen Namen »Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen« in seiner revidierten Fassung vom 23.10.1954, veröffentlicht im BGBl. Teil II am 31.3.1955, ergaben.

Der Überleitungsvertrag

Dieser »Überleitungsvertrag« umfaßte ursprünglich 12 Teile, von denen in der Fassung vom 23.10.1954 die Teile II, VIII und XI als bereits gestrichen ausgewiesen sind und dieser Vertragstext zu jenem Zeitpunkt so noch 9 Teile mit insgesamt 83 Artikeln und 224 Abschnitten fortgeltender Bestimmungen der Alliierten enthielt. Solange er galt (also bis September 1990), konnte überhaupt nicht von einer Souveränität der Bundesrepublik Deutschland gesprochen werden.

Die Politiker und die Medien, die über Jahrzehnte den Staatsbürgern und Wählern der BRD eine solche Souveränität suggerierten, handelten wider besseres Wissen oder ohne Kenntnis dieses Vertrages.

Zur Gewährung einer vollen Souveränität war dieser »Überleitungsvertrag« mit seinen alliierten Vorschriften infolge des »Zwei-plus-Vier-Vertrages« also aufzuheben.

Eine seltsame »Vereinbarung … «

Dazu diente die »Vereinbarung vom 27./28. September 1990 zu dem Vertrag über die Beziehung der Bundesrepublik Deutschland und den Drei Mächten (in der geänderten Fassung) sowie zu dem Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen (in der geänderten Fassung)«, veröffentlicht als Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt 1990, Teil II, Seite 1386 ff.

Hierin wird in Punkt 1 bestimmt, daß die alliierten Bestimmungen suspendiert werden und nun außer Kraft treten – doch vorbehaltlich der Festlegungen des Punktes 3. Und hier ist nun das Erstaunliche zu lesen:

»3. Folgende Bestimmungen des Überleitungsvertrages bleiben jedoch in Kraft:ERSTER TEIL: Artikel 1, Absatz 1, Satz 1 bis „… Rechtsvorschriften aufzuheben oder zu ändern“ sowie Absätze 3, 4 und 5, Artikel 2, Absatz 1, Artikel 3, Absätze 2 und 3, Artikel 5, Absätze 1 und 3, Artikel 7, Absatz 1, Artikel 8DRITTER TEIL: Artikel 3, Absatz 5, Buchstabe a des Anhangs, Artikel 6, Absatz 3 des Anhangs

SECHSTER TEIL: Artikel 3, Absätze 1 und 3

SIEBENTER TEIL: Artikel 1 und Artikel 2

NEUNTER TEIL: Artikel 1

ZEHNTER TEIL: Artikel 4«

Doch damit noch nicht genug:

Zusätzlich zu dieser detaillierten Festschreibung, welche Teile des Überleitungsvertrages von 1954 in Kraft bleiben, wird in der »Vereinbarung vom 27./28. September 1990 …« (BGBl. 1990, Teil II, S. 1386 ff) in Ziffer 4 c festgelegt, daß die in Ziffer 1 dieser »Vereinbarung« zugestandene Suspendierung der übrigen Teile des Überleitungsvertrages deutscherseits die weitere Erfüllung bestimmter Festlegungen »nicht beeinträchtigt«.

Mit welchem Recht spricht man von einer »Suspendierung« des Überleitungsvertrages von 1954, wenn in der hier zitierten »Vereinbarung vom 27./28. September 1990 … «(siehe oben) festgelegt wird, daß er in seinen grundsätzlichen Bestimmungen fortgilt?

Nehmen wir als Beispiel aus den oben zitierten Bestimmungen, die in Kraft bleiben, aus dem ERSTEN TEIL den Artikel 2, Absatz 1.

Dieser Artikel des Überleitungsvertrages von 1954 lautet:

»Alle Rechte und Verpflichtungen, die durch gesetzgeberische, gerichtliche oder Verwaltungsmaßnahmen der alliierten Behörden oder aufgrund solcher Maßnahmen begründet oder festgestellt worden sind, sind und bleiben in jeder Hinsicht nach deutschem Recht in Kraft, ohne Rücksicht darauf, ob sie in Übereinstimmung mit anderen Rechtsvorschriften begründet oder festgestellt worden sind.Diese Rechte und Verpflichtungen unterliegen ohne Diskriminierung denselben künftigen gesetzgeberischen, gerichtlichen und Verwaltungsmaßnahmen wie gleichartige, nach innerstaatlichem deutschem Recht begründete oder festgestellte Rechte und Verpflichtungen.«

Also gelten doch ganz offenbar grundsätzliche Bestimmungen des Besatzungsrechts auch weiterhin!

Denn das heißt doch ganz klar und unzweifelhaft, daß bestimmte bisher im Rahmen des früheren Besatzungsrechts seitens der Alliierten festgelegten Entscheidungen für Deutschland fortgelten, ohne Rücksicht darauf, ob sie mit dem deutschen Rechtssystem vereinbar sind oder nicht. Und das bedeutet, daß sich die deutsche Politik für alle Zukunft daran auszurichten und zu halten hat.

Die ausdrückliche Festschreibung der Fortgeltung des hier zitierten und der anderen aufgezählten Artikel des Überleitungsvertrages belegt, daß die Bundesrepublik offenkundig weiterhin den zeitlich unbegrenzt ergangenen Bestimmungen des früheren Besatzungsrechts unterworfen ist.

Berlin bis heute unter Sonderstatus

Doch das ist immer noch nicht alles: Es ist die Existenz eines weiteren Vertrages festzustellen, mit dem Titel: »Übereinkommen zur Regelung bestimmter Fragen in Bezug auf Berlin«.

Dieser Vertrag vom 25.9.1990 ist zu finden im Bundesgesetzblatt 1990, Teil II, Seiten 1274 ff.

Parallel zur obigen Vereinbarung vom 27./28. September 1990 ist also ein gleichartiger Vertrag zusätzlich und gesondert für Berlin abgeschlossen worden.
Daß es sich hierbei um einen Parallelvertrag handelt, beweist die wörtliche Übereinstimmung des Artikels 2, hier nur mit dem Einschub »in Bezug auf Berlin«.

Der Abschluß zweier gleichgelagerter Verträge – einerseits für die Bundesrepublik Deutschland und andererseits für Berlin – kann nicht anders interpretiert werden, als daß von alliierter Seite der Sonderstatus von Berlin gegenüber dem übrigen Bundesgebiet weiterhin aufrechterhalten und festgeschrieben worden ist.

Ist Berlin also die Hauptstadt der Bundesrepublik, ohne gemäß fortgeltenden Bestimmungen der ehemaligen Siegermächte und angesichts getrennter »Vereinbarungen« und »Übereinkommen« ihr rechtlicher und politischer Bestandteil zu sein?

Aus all diesen Verträgen und Vorgängen ergeben sich so wesentliche Fragen für den völkerrechtlichen Status der Bundesrepublik Deutschlands und Berlins, daß sie dringend einer Klärung bedürfen!

Leben wir heute, 56 Jahre nach Kriegsende, noch immer unter fortgeltenden Bestimmungen früheren Besatzungsrechts der ehemaligen Siegermächte?

Wird hierdurch zwangsläufig die deutsche Politik mehr oder weniger fremdgeprägt, zumal Berlin unter einem verdeckt fortdauernden Sonderstatus steht?

Die deutschen Vertreter bei den »Zwei-plus-Vier«-Verhandlungen werden dies sicher nicht gewünscht haben, da man doch davon ausgehen muß, daß sie in deutschem Interesse handelten.

Also müssen die ehemaligen Siegermächte die Fortgeltung der 1954 ergangenen Bestimmungen gefordert haben.

Wäre dies aber nicht ein klarer Verstoß gegen geltendes internationales Recht, z.B. gegen den »Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte« vom 16.12.1966, worin in Teil I, Artikel 1 (1) ausdrücklich verankert ist:

»Alle Völker haben das Recht auf Selbstbestimmung«?

Liegt hier das Geheimnis unerklärlicher Politik?

Haben wir in all diesen Unklarheiten und Unstimmigkeiten die sonst unverständlichen Ursachen für politische Entscheidungen zu suchen, die eindeutig dem Mehrheitswillen des Volkes widersprechen, wie zum Beispiel

  • die jeden Sachverstand und den Volkswillen mißachtende Aufgabe der Deutschen Mark zugunsten des EURO, dessen Stabilitätskriterien zunehmend aufgeweicht werden und der nach den Worten Allan Greenspans keinen Bestand haben wird?
  • die EU-Osterweiterung mit unabsehbaren Risiken für die politischen, wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Folgen?
  • den Umbau der Bundeswehr von einer Verteidigungsarmee zu einer weltweit einsetzbaren Eingreiftruppe unter NATO- oder UNO-Kommando?
  • die sofort nach dem 11.9.2001 erfolgte »uneingeschränkte« Solidaritätserklärung mit den USA und ihren geostrategischen Zielen und damit die eigene Gefährdung durch die Zusage von Kampfbeteiligungen?

All dies und auch die Fortgeltung der UNO-Feindstaatenklauseln bis heute zeigen, daß wir entgegen den offiziellen politischen Verlautbarungen auf den Abschluß eines all dies beendenden Friedensvertrages keinesfalls verzichten können.

Dies folgt auch aus den Bestimmungen des Überleitungsvertrages von 1954, die nach dem Vertrag vom 27./28. September 1990 ausdrücklich als in Kraft bleibend bezeichnet werden. So beginnt beispielsweise der fortgeltende NEUNTE TEIL, Artikel 1 mit den Worten:

»Vorbehaltlich … einer Friedensregelung mit Deutschland … «

»Vorbehaltlich der Bestimmungen einer Friedensregelung mit Deutschland dürfen deutsche Staatsangehörige, die der Herrschaftsgewalt der Bundesrepublik unterliegen, gegen die Staaten, welche die Erklärung der Vereinten Nationen vom 1. Januar 1942 unterzeichnet haben oder ihr beigetreten sind oder mit Deutschland im Kriegszustand waren oder in Artikel 5 des Fünften Teils dieses Vertrages genannt sind, sowie gegen deren Staatsangehörige keine Ansprüche irgendwelcher Art erheben wegen Maßnahmen, welche von den Regierungen dieser Staaten oder mit ihrer Ermächtigung in der Zeit zwischen dem 1. September 1939 und dem 5. Juni 1945 wegen des in Europa bestehenden Kriegszustandes getroffen worden sind; auch darf niemand derartige Ansprüche vor einem Gericht in der Bundesrepublik geltend machen.«

Ein weiteres Beispiel:

Im SECHSTEN TEIL, Artikel 3, Absätze 1 und 3 des Überleitungsvertrages von 1954, der ausdrücklich in Kraft bleibt, heißt es:

»(1) Die Bundesrepublik wird in Zukunft keine Einwendungen gegen die Maßnahmen erheben, die gegen das deutsche Auslands- oder sonstige Vermögen durchgeführt worden sind oder werden sollen, das beschlagnahmt worden ist für Zwecke der Reparation oder Restitution oder auf Grund des Kriegszustandes oder auf Grund von Abkommen, die die Drei Mächte mit anderen alliierten Staaten, neutralen Staaten oder ehemaligen Bundesgenossen Deutschlands geschlossen haben oder schließen werden.«

»(3) Ansprüche und Klagen gegen Personen, die aufgrund der in Absatz (1) und (2) dieses Artikels bezeichneten Maßnahmen Eigentum erworben oder übertragen haben, sowie Ansprüche und Klagen gegen internationale Organisationen, ausländische Regierungen oder Personen, die auf Anweisung dieser Organisationen oder Regierungen gehandelt haben, werden nicht zugelassen.«

Rechtlos gegen alliiertes Unrecht und ohne Friedensregelung

»Ansprüche und Klagen … werden nicht zugelassen.«

Diese Festlegungen bedeuten, daß sich die ehemaligen Siegermächte hiermit außerhalb jeder Rechtsverfolgung stellen, sie also für eigene terrorartige Kriegshandlungen, für die man bei den Nürnberger Prozessen Deutsche zur Rechenschaft gezogen hat und bis heute strafverfolgt, niemals angeklagt werden dürfen, – denken wir nur an die höllenhaften Infernos der Flächenbombardierungen deutscher Städte wie Dresden mit Hunderttausenden von Opfern unschuldiger Flüchtlinge, Frauen und Kinder unmittelbar vor Kriegsende oder den millionenfachen Tod deutscher Soldaten und Vertriebener nach Kriegsende.

Besondere Aufmerksamkeit verdient jedoch die oben zitierte Formulierung am Ende des Artikels 3, Absatz 1:

» … geschlossen haben oder schließen werden«.

Dies heißt nichts anderes, als daß die Siegermächte auch heute noch und für die Zukunft zeitlich unbegrenzt deutsche Auslands- oder sonstige Vermögen zum Zwecke von Reparationen, Restitutionen oder aus anderen Kriegsgründen beschlagnahmen und sich aneignen dürfen und sogar das Recht haben, hierzu auch in Zukunft noch spezielle Abkommen zu treffen. In Artikel 1, Satz 1 wird ausdrücklich festgeschrieben: »Die Bundesrepublik wird keine Einwendungen erheben … «.

Es ist wohl nicht davon auszugehen, daß es bei der Revision des Überleitungsvertrages einfach vergessen und übersehen wurde, solche Formulierungen zu streichen.

Deutschland gilt völkerrechtlich nach UNO-Satzung nach wie vor als »Feindstaat«

Gleiches gilt übrigens auch für die nach wie vor gültigen »Feindstaatenklauseln« (Artikel 53 und 107) der UNO-Charta, die es den Siegern des Zweiten Weltkrieges bis heute erlauben, auch ohne Ermächtigung des Sicherheitsrates »Zwangsmaßnahmen« gegen die Feindstaaten zu ergreifen, also gegen Deutschland.

Wann sollen wir die seit einem halben Jahrhundert überfällige Friedensregelung denn endlich erhalten?

Wo finden wir hierzu einen Vertragspartner für die deutsche Seite, wenn gemäß Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 31.7.1973 das Deutsche Reich 1945 nicht untergegangen und die Bundesrepublik Deutschland kein Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches ist? In den Entscheidungsgründen des bis heute nicht aufgehobenen Urteils heißt es dort (2 BvF 1/73):

»Das Grundgesetz – nicht nur eine These der Völkerrechtslehre und der Staatsrechtslehre! – geht davon aus, daß das Deutsche Reich den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und weder mit der Kapitulation noch durch Ausübung fremder Staatsgewalt in Deutschland durch die alliierten Okkupationsmächte noch später untergegangen ist; ( …). Das Deutsche Reich existiert fort, besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation, insbesondere mangels institutionalisierter Organe selbst nicht handlungsfähig. (…) Mit der Errichtung der BRD wurde nicht ein neuer westdeutscher Staat gegründet, sondern ein Teil Deutschlands neu organisiert. Die BRD ist also nicht „Rechtsnachfolger“ des Deutschen Reiches (…). Sie beschränkt staatsrechtlich ihre Hoheitsgewalt auf den „Geltungsbereich des GG.«

Dieses Urteil gilt ganz unzweifelhaft auch für die BRD nach der Vereinigung von Mittel- und Westdeutschland, weil der „Geltungsbereich des GG“ eben nicht das Deutsche Reich umfaßt.

Offene Fragen …

Existiert das Deutsche Reich fort, ist auch seine Verfassung, die Reichsverfassung von 1919, nach wie vor gültig, wenn auch zur Zeit überlagert vom Grundgesetz, weil das Deutsche Reich eben »nicht handlungsfähig« ist.

Wer also ist nun völkerrechtlich befugt, den überfälligen Friedensvertrag für die deutsche Seite zu unterschreiben?

Das »Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland« (so die offizielle Bezeichnung) ist zum anderen keine Verfassung »der« Bundesrepublik, sondern ein Nachkriegsprovisorium, geschaffen unter der Oberhoheit der ehemaligen Siegerstaaten »für« die BRD.

So fehlen ihm die Zustimmung des deutschen Volkes und jedwede plebiszitären Elemente.

Die grundlegende demokratische Forderung »Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus« (Artikel 20 (2) GG) erschöpft sich in der Erlaubnis, alle vier bis fünf Jahre zur Wahl gehen zu dürfen, ohne die dann durchgeführte Politik in irgendeiner Weise korrigierend beeinflussen zu können.

Das gilt insbesondere für existenzielle Fragen wie die Aufgabe von Hoheits- und Selbstbestimmungsrechten an die EU, für die Abschaffung der DM und andere Entscheidungen, bei denen der Mehrheitswille der Bürger übergangen und versucht wird, durch millionenschwere Werbekampagnen den Widerstand der Bürger zu brechen.

Wann endlich werden wir die Möglichkeit haben, über eine uns im Grundgesetz Artikel 146 zugesicherte eigene Verfassung zu entscheiden, die dem Bürger ein wahrhaftiges und absolutes, uneingeschränktes Bestimmungsrecht garantieren sollte, wie in unserem Schweizer Nachbarland?

Wann wird hierfür eine Deutsche Nationalversammlung einberufen?

Wäre das nicht die vornehmste Aufgabe des über allen Parteien stehen sollenden Herrn Bundespräsidenten, endlich tätig zu werden? Jeder sich für unser Volk noch verantwortungsbewußt fühlende Bürger würde hierbei gern mitwirken.

Wann endlich können wir in freier Entscheidung über unsere Verfassung entscheiden?

Der Artikel 146 des im Jahre 1949 unter westalliierter Oberhoheit für die Bundesrepublik geschaffene Grundgesetzes lautete bis zum Inkrafttreten des Einigungsvertrages am 31.8.1990 wie folgt:

»Dieses Grundgesetz verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.«

Mit Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt Teil II vom 23.9.1990, Seite 885 ff, wurde dieser Artikel wie folgt geändert:

»Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.«

Da die Einheit und Freiheit Deutschlands aber eben noch nicht vollendet worden ist, wie die aufgezeigten fortgeltenden Souveränitätsbeschränkungen beweisen, ergeben sich a) die staatsrechtliche Frage, ob und ab wann es denn überhaupt gilt und b) die bleibende Aufforderung an das deutsche Volk, in freier Entscheidung eine Verfassung zu beschließen, die allein die letzte, in freier Entscheidung gegebene Reichsverfassung von 1919 ablösen könnte.

Urteilen Sie selbst: Wie lange soll dieser friedensvertraglose und verfassungsrechtlich unbefriedigende Zustand noch andauern?

Hinweis: Den Wortlaut der in dieser Ausarbeitung genannten Verträge und der UNO-Feindstaatenklauseln können Sie gegen Kostenerstattung bei uns anfordern.

ViSdP: Hans-Peter Thietz, Zum Backhaus 6, 54552 Gefell.
Fax: 02692-931711. Weltnetz: Thietz@erde2000.de


Ob wohl u.a. folgendes etwas damit zu tun hat ?

Der Wirtschaftsredakteur einer führenden, konservativen Tageszeitung stellte den Aspekt weniger delikat dar: wir müssen „unser praktisches Monopol auf dem Sicherheitsmarkt“ ausbeuten, „um es als Druckmittel für Gelder und ökonomische Zugeständnisse von Seiten der Deutschen und Japaner zu gebrauchen“ (William Neikirk, Chicago Tribune, 9. September). Die USA haben „den westlichen Sicherheitsmarkt monopolisiert“ und werden demzufolge „die mietbaren Weltpolizisten“, die Phrase „mietbarer Schläger“ wäre vielleicht zutreffender, aber auch weniger ansprechend. Einige würden uns „Hessians“ nennen, fährt er fort, aber „das ist schrecklich erniedrigend für stolze, wohltrainierte, – finanzierte und –respektierte Truppen“; und was auch immer m. sage, „so sollten wir doch fähig sein mit unseren Fäusten auf einige Tische“ in Deutschland und Japan „zu schlagen“ und „einen fairen Preis für unsere beträchtlichen Leistungen zu verlangen“ indem wir unsere Konkurrenten dazu auffordern „unsere Wertpapiere zu niedrigen Tarifen zu kaufen oder den Dollar aufzupeppeln, oder noch besser wäre es, wenn sie direkt in die Kassen des Finanzministers zahlen“. „Wir könnten unsere Rolle“ als Vollstrecker „auch ändern“ schlußfolgert Neikirk, „aber mit ihr ging ein Großteil unserer Kontrolle über das Weltwirtschaftssystem verloren“.

Quelle und Kommentare:

http://www.aufdemstundenplan.de/ausgaben/top/32.htm