Veröffentlicht am 05.05.2014
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Heute am 05. Mai feiert der Europarat seinen Geburtstag. Am 5. Mai 1949 wurde der Europarat gegründet und hat seinen Sitz in Straßburg. Dieser Organisation gehören 47 europäische Staaten an. Das sind heute fast alle Staaten Europas mit zusammen rund 820 Millionen Menschen in einem Raum, der vom Atlantik bis zum Pazifik reicht.
Die letzten „weißen Flecken“ sind derzeit noch Weißrussland (nomen est omen), Kosovo und der Nordteil Zyperns Mit der Aufnahme Russlands (1996) und der drei kaukasischen Staaten Georgien (1999) sowie Armenien und Aserbaidschan (beide 2001) wurde der Schwarzmeer-Raum umschlossen. Zugleich reicht das Gebiet des Europarats nunmehr weit über den eigentlichen europäischen Kontinent hinaus.
Im Klartext: Das Europa des Europarats reicht durch die Mitgliedschaft Russlands bis an den Pazifik. Europa hat also eine gemeinsame Grenze mit Nordkorea, China, der Mongolei etc. Macht das für Sie Sinn? Wären Sie bereit, „Europa“ gegebenenfalls am ostasiatischen russisch-chinesischen Grenzfluss Amur zu verteidigen?
Daher die tiefer gehende Frage: Wer will und braucht so ein riesiges Europa? Wer also sind die Urväter und Architekten dieses Europagedankens und –konstruktes?
Gegründet wurde der Europarat auf Betreiben des American Committee for a United Europe (ACUE). Das ACUE war eine 1948 gegründete US-Organisation. Sie diente vordergründig zur Förderung eines „freien und vereinigten Europas“. Eigentliches Ziel war aber eine Schürung der Blockbildung Westeuropas gegen den Ostblock („Kalter Krieg“) Das führte zu einem Wettlauf im Osten wie im Westen, eigenständige Staaten in einen Staatenbund zu überführen (Globalisierung).
Nun wird es ganz interessant: Geschäftsführer der ACUE war der als Zivilanwalt auftretende ehemalige Geheimdienstchef des Office of Strategic Services (OSS), William Joseph Donovan, sein Stellvertreter der CIA-Direktor Allen Welsh Dulles. Das ACUE wurde von der Ford Foundation, der Rockefeller-Stiftung und von regierungsnahen Unternehmensgruppen finanziert.
Das ACUE war bis in die 1960er-Jahre wichtigster Geldgeber der Europäischen Bewegung und somit auch des Europarats. Dadurch konnte Einfluss auf die Führer der „Europäischen Bewegung“ Robert Schuman, Paul-Henri Spaak und Józef Retinger genommen werden. Als Retinger versuchte den Anteil europäischer Eigenmittel zu erhöhen, um von amerikanischen Direktiven unabhängiger zu werden -, stieß er damit auf massiven Widerstand der amerikanischer Seite.
Eine Notiz der europäischen ACUE-Sektion vom 11. Juni 1965 wies den Vizepräsidenten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, Robert Marjolin, an, die Europäische Währungsunion verdeckt voranzutreiben. Sie empfahl als Strategie die Debatte über das Thema Währungsunion so lange zu unterdrücken, bis –ich zitiere aus dieser Notiz- „die Annahme von solchen Vorschlägen praktisch unvermeidlich würde“.
Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, der Geburtstag des Europarats mit einem Europa ohne nationale Identität, Souveränität und Währung, als Teil eines von der amerikanischen Großfinanz vorangetriebenen Globalisierungs-prozesses ist nicht wirklich Grund zur Freude. Eher ein guter Anlass den Europagedanken aus der Volkslupe heraus neu zu überdenken. Gerade auch angesichts der aktuellen durch die USA von langer Hand vorbereiten und finanzierten „Zwangseingliederung“ der Ukraine.
Klagemauer-TV berichtete bereits detailliert auch über diesen Schachzug der amerikanischen Großfinanz.
Sehr geehrte Zuschauerinnen und Zuschauer, bleiben Sie mit uns dran, das Zeitgeschehen und die Meldungen der Medien analytisch zu beleuchten und unsere Mitmenschen entsprechend zu informieren.
Quellen/Links:
– http://www.crp-infotec.de/06orgs/01_a…
– http://www.hanisauland.de/lexikon/e/e…
https://de.wikipedia.org/wiki/America…
